SOCIUS labor Berlin: Chronische Erkrankungen im Team als Impuls für Organisationen
Ein fester Plan ist eine feine Sache – bis der Körper, der Geist, die Psyche eines Teammitglieds nicht mehr mitspielt. Chronische Erkrankungen am Arbeitsplatz werden oft als Störfaktor der Effizienz wahrgenommen. Doch was passiert, wenn wir die Perspektive wechseln?
Menschen mit chronischen Erkrankungen sind oft Meister*innen der Improvisation. Sie managen täglich das Unvorhersehbare.
In diesem SOCIUS labor wollen wir den Improvisationstalenten chronischer Kranker eine Bühne bieten: Jan Kasiske und Tatjana Trommershäuser sind Improspieler*innen mit "WechselBlick", haben Erfahrung in der Beratung und mit chronischer Erkrankung. Wir freuen uns, dass sie nach Berlin kommen, um mit uns und euch rund um chronische Erkrankungen zu improvisieren.
Jenseits von Paragrafen: Wie wir durch Improvisation eine neue Kultur der Zusammenarbeit gestalten.
Gesetzliche Rahmenbedingungen bieten das Sicherheitsnetz, aber sie füllen den Arbeitsalltag nicht mit Leben. Wenn „Business as usual“ aufgrund gesundheitlicher Schwankungen nicht möglich ist, schlägt die Stunde der Improvisation.
Wir betrachten chronische Erkrankungen nicht als bloßes Hindernis, sondern als Katalysator für moderne Arbeitsformen. Denn: Wer lernt, flexibel auf gesundheitliche Unwägbarkeiten zu reagieren, baut gleichzeitig die Muskeln für eine vertraute, souveräne, abgestimmte, handlungsfähige, selbstverantwortliche Kultur der Zusammenarbeit auf.
Die Schwerpunkte im Labor
- Vom „Ja, aber“ zum „Ja, und“: Wie wir Akzeptanz für Unvorhersehbares schaffen und daraus handlungsfähig bleiben.
- Die „Spoon-Theorie“ im Team: Ressourcenmanagement neu denken – für Kranke und Gesunde.
- Sichtbarkeit vs. Maskierung: Wie viel Offenheit braucht Improvisation? Psychologische Sicherheit als Basis für flexible Lösungen.
Rollen-Design: Wie wir Aufgaben so modular „improvisieren“, dass sie auch bei Schwankungen stabil erledigt werden können.